«Raskrsnice»
Kursk

Was erzählen uns indische Gastarbeiter*innen auf einer chinesischen Grossbaustelle in Serbien über solidarische Arbeitskämpfe im globalen Kapitalismus?

  • Do. 05.02. 20:00 – 21:30

    Halle

  • Fr. 06.02. 20:00 – 21:30

    Halle

  • Sa. 07.02. 20:00 – 21:30

    Halle

  • So. 08.02. 18:00 – 19:30

    Halle

Copyright: Timo Krstin

«Raskrsnice» [serbisch: Kreuzungen] ist ein dokumentarisches Theaterstück über Ausbeutung und Arbeitskämpfe im grenzenlosen Kapitalismus. In Zusammenarbeit mit indischen Gastarbeiter*innen auf einer chinesischen Baustelle in Serbien zeigt «Raskrsnice», wie solidarische Kämpfe von Grosskonzernen verhindert werden, da die Konzerne sich oft jenseits nationaler rechtlicher Zuständigkeiten bewegen. Und wie solche solidarischen Kämpfe in Kooperation mit lokalen Gewerkschaften, NGOs und engagierten Bürger*innen doch noch gelingen können.

Rafiul Box aus Kolkata erzählt, wie er als sogenannter «Vertragsarbeiter» vom chinesischen Konzern Linglong angeworben wurde, um auf einer Grossbaustelle nahe der serbischen Stadt Zrenjanin am Aufbau einer Reifenfabrik zu arbeiten. Vor Ort wurde er weitgehend entrechtet, musste in einem Schweinestall schlafen und durfte keinen Kontakt zur lokalen Bevölkerung aufnehmen.

Das Zrenjaninski Socialni Forum (ZSF), eine serbische NGO zur Stärkung von Gewerkschaftsarbeit, unterstützt die Arbeiter*innen von Linglong beim Kampf um ihre Rechte gegen den serbischen Staat und den internationalen Konzern.

Arbeiter*innen und Gewerkschafter*innen erzählen auf der Bühne ihre Geschichten und zeigen, wie in der Anonymität des Globalkapitalismus die Arbeiterklasse zusammenfinden, zusammenstehen und in Solidarität kämpfen kann, über alle sprachlichen und kulturellen Grenzen hinweg.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Dauer: 70 Minuten

  • Sprache: in englischer und deutscher Lautsprache (Handout der deutschen Textstellen in englischer Übersetzung am Einlass erhältlich)

  • Content Notes: Thematisierung von Menschenhandel, detaillierte Beschreibung der Lebens- und Arbeitsbedingungen migrantischer Vertragsarbeiter*innen

  • Audiodeskription: mit integrierter Audiodeskription in Deutsch und Englisch

  • Abholservice: Personen, die für den Besuch der Veranstaltung von einer ÖV-Station abgeholt werden möchten, können sich unter barrierefreiheit@gessnerallee.ch melden.

  • Voreinlass: Die Vorstellung beginnt mit einer kurzen Einführung im Foyer. Im Anschluss gibt es einen reizreduzierten Voreinlass für Personen mit Barrierefreiheitsbedarfen. Anschliessend beginnt der reguläre Einlass in einer dunklen Lichtstimmung mit lauter, bedrohlich wirkender Musik.

  • Sound: basslastige, elektronische Musik mit spürbaren Vibrationen und Drone-Sounds (erzeugt teilweise eine bedrohliche Atmosphäre)

  • Video: durchgängige Nutzung grossflächiger Videoprojektionen (meist mit ruhigen Kamerafahrten, zwei Szenen mit wackeligen oder schnellen Kamerabewegungen)

  • Licht: in vielen Szenen ist der Raum stark verdunkelt; zu Beginn Einsatz eines Suchscheinwerfers über dem Publikum

  • Weitere sensorische Reize: Einsatz von Haze

  • Das Publikum darf den Raum jederzeit verlassen und wieder zurückkommen.

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